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Brandschutzerziehung mit Spass und Spiel

Stadtfeuerwehr Bremervörde entgegnet demografischen Wandel mit Gründung einer Stadtkinderfeuerwehr


KF4Der Demografische Wandel wird in nächster Zeit auch vor den Feuerwehren nicht halt machen. Bereits im März hatte Bremervördes Stadtbrandmeister Rüdiger Naubert während der Stadtkommandositzung auf das zukommende Problem auch bei den Feuerwehren in Bremervörde aufmerksam gemacht. Jetzt ist man einen Schritt weiter, das Problem zu lösen: im Bremervörder Feuerwehrhaus lernen Kinder im Alter von sechs bis 10 Jahren spielend das Thema Feuerwehr kennen.

Schon lange vor der Stadtkommandositzung im März hatten sich Rüdiger Naubert und sein Stellvertreter Nils Schwarz zu dem aufkommenden Problem der Mitgliederentwicklung – nicht nur bei den Jugendfeuerwehren – Gedanken gemacht. „Als sinnvoll und ersten Ansatz, die rückläufigen Mitgliederzahlen entgegenzuwirken, erschien uns, die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern und eine Kinderfeuerwehr auf Stadtebene zu gründen“, erklärt Nils Schwarz, zugleich Leiter der Arbeitsgruppe „Stadtkinderfeuerwehr“.
„Denn die Kinderfeuerwehren sind neben den Jugendfeuerwehren ein Baustein zur Sicherung der aktiven Mitglieder in den einzelnen Feuerwehren“, betonte Nils Schwarz, und verwies dabei auf die Gründungen in Oerel und Elm hin, wo bereits eine Kinderfeuerwehr existiert.
Als Ziel nannte der stellvertretende Stadtbrandmeister, Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 10 Jahren spielerisch an die Jugendfeuerwehren und später an die aktiven Feuerwehren heranzuführen.
„Das Freizeitangebot ist einfach sehr groß. Ob Fußball-, Schützen- oder auch Sportvereine, für die Jugendlichen wird eine ganze Menge geboten. Bei der Feuerwehr ist das aber erst ab dem 10. Lebensjahr in den Jugendfeuerwehren möglich. Von daher wollen wir mit der Kinderfeuerwehr sehr frühzeitig für die abwechslungsreiche Arbeit in der Feuerwehr werben, um so den demografischen Wandel entgegenzutreten“, erklärt Nils Schwarz das Bestreben, möglichst viele Kinder demnächst begrüßen zu können.
Bevor jedoch vor kurzem mit 18 Kindern der „Probebetrieb“ beginnen konnte, war eine ganze Menge Vorarbeit von der Arbeitsgruppe zu leisten. Für Kinderfeuerwehren gelten bestimmte Anforderungen, die im Vorfeld erfüllt werden mussten. „Um solche Gruppen überhaupt zu betreuen, seien pädagogisch geschulte Kräfte erforderlich, ohne die es nicht geht. Das schreibt uns auch der Gesetzgeber vor“, betonte Nils Schwarz.
So konnten mit Ute Busch, Petra von Reith und Christina Kohrs drei Erzieherinnen für die Kinderfeuerwehr auf Stadtebene gewonnen werden und mit Carina Edel steht auch eine Betreuerin zur Verfügung, die sich ehrenamtlich engagieren möchte.
Ihre Aufgabe wird es künftig sein, den Kindern spielerisch die Feuerwehr näher zu bringen. „Es würde zwar Feuerwehrtechnik vorgestellt, doch die Dienste würden nach pädagogischen Gesichtspunkten aus Kreativität und Spielen, Experimenten, Natur- und Erlebnispädagogik, Erster Hilfe, Bewegung und vielen anderen Aktivitäten bestehen“, erklärten Ute Busch und Petra von Reith ihre kommenden Aufgaben mit den Kindern.
Ziel ihrer Arbeit sei auch die Förderung sozialer Kompetenzen bei den Kindern, wie das Einfügen in eine Gemeinschaft. Als weitere Themen können sich die Verantwortlichen auch Theater, kleine Vorführungen und Ausflüge mit den Kindern vorstellen sowie das Herumtoben auf dem Gelände des Bremervörder Feuerwehrhauses mit dem entsprechenden Spielgeräten.
Wer also Lust hat, künftig bei der Stadtkinderfeuerwehr mitzumachen, auch aus den Ortschaften der Stadt Bremervörde, der kann mit seinen Eltern an allen „ungeraden“ Freitagen von 15.30 bis 17.00 Uhr beim Bremervörder Feuerwehrhaus vorbei kommen. Für Fragen und Antworten stehen Ute Busch oder auch Christina Kohrs zur Verfügung unter Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Die neue Kinderfeuerwehr würde sich über viele neue Mitglieder freuen.

 

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