• Registrieren

Löschkarren wurde restauriert

Bremervörder Jugendfeuerwehr kauft alten Löschkarren -  160 Stunden Eigenleistung

 

Karren2Viel Eigenleistung hat die Bremervörder Jugendfeuerwehr in den letzten Wochen und Monaten investiert, um einen alten Löschkarren von 1966 wieder im neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. In der letzten Woche stand der „Neue“ ganz im Mittelpunkt eines  Dienstabends bei den Jungen und Mädchen im Feuerwehrhaus.

Es kam schon etwas Wehmut auf, als der Löschkarren im Bremervörder Feuerwehrhaus neben dem modernen Tanklöschfahrzeug TLF 3000 stand. „Hier treffen zwei Welten auf einander“, scherzte ein Jugendlicher beim Anblick der beiden Löschgeräte. Vorne der restaurierte Löschkarren und im Hintergrund ein Fahrzeug der neuesten Generation.
Nur wenige Kameraden der Bremervörder Feuerwehr können sich noch daran erinnern, das schon einmal ein Löschkarren in den Reihen der Ortsfeuerwehr stand. „Wo der aber in all den Jahren abgeblieben ist, lässt sich nicht mehr nachvollziehen“, erklärt Jugendfeuerwehrwart Tom Schlichting.
Der „Neue“ Löschkarren vom Type TKB 26-63-19/20 vom Hersteller Graaff Elze mit einem Gesamtgewicht von 320 kg aus dem Jahr 1966 stammt von der Feuerwehr Bederkesa, die ihn Anfang des Jahres an die Ortsfeuerwehr Bremervörde verkauft hat. Schnell fanden sich auch einige Kameraden,  die in ihrer Freizeit dabei gingen, um den alten Löschkarren in seine Einzelteile zu zerlegen und von Grund auf zu restaurieren. Mit der Firma „Hink & Kempe“ aus Bremervörde fand sich auch ein großzügiger Sponsor, der die Sandstrahlarbeiten des Aufbaus übernahm, wie Tom Schlichting betonte.
„Alle anderen Arbeiten haben wir in Eigenregie erledigt, wie beispielsweise eine neue Lackierung. So haben wir insgesamt 160 Stunden Eigenleistung investiert, um den „Alten“ wieder flott zu machen“, so Bremervördes Jugendfeuerwehrwart.
Die Löschkarren entstammten aus dem Zivilschutz und wurden per Hand gezogen. Sie dienten früher bei der Bundeswehr zur Brandbekämpfung. Mit ihnen konnten Brände bis zum Mittelbrand wirkungsvoll bekämpft werden, wie ein Datenblatt aus dem Jahre 1981 belegt, das Tom Schlichting vorliegt.
Ausgestattet ist der Karren mit einem festen Aufbau aus Stahlblech, das nach oben offen ist und durch zahlreiche Zwischenwände und Fächer unterteilt ist. Hier wird die feuerwehrtechnische Beladung sicher untergebracht.
Dazu gehört neben einer TS 2/5 Pumpe, die 200 Liter Wasser pro Minute fördern kann, auch die dazugehörigen Schläuche und Armaturen. „Deswegen ist der Löschkarren als Übungsgerät gerade für die Jugendfeuerwehren ideal, weil hier mit kleinen Gerätschaften, die nicht so schwer sind, geübt werden kann“, erklärt Tom Schlichting den Vorteil des Löschkarren, der natürlich nicht zu Einsätzen eingesetzt wird.
Dazu benötigt man natürlich auch „Manpower“, um den Löschkarren zu ziehen. Die Brandschutzstaffel besteht aus sechs Kameraden, die in einzelne Trupps eingeteilt sind, um ein Feuer effektiv bekämpfen zu können. „Doch das dürfen die Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr nicht. Erst in der aktiven Feuerwehr dürfen sie dann auch zu Einsätzen mit ausrücken“, erklärt Tom Schlichting.